Turn ideas into action. Unter diesem Motto bringt das Forward Festival Kreative zusammen, die Ideen nicht nur entwickeln, sondern auch in die Tat umsetzen wollen.
Zwei Tage lang tauchten mehrere unserer Schulklassen in die Welt der internationalen Kreativszene ein. Sie erlebten spannende Talks, lernten unterschiedliche Arbeitsweisen kennen und bekamen Einblicke in die Geschichten hinter den Projekten. Dabei ging es nicht nur um fertige Ergebnisse, sondern auch um Experimente, Umwege, Fehler und die Frage, wie aus einer ersten Idee etwas Eigenständiges entsteht.
Besonders in Erinnerung geblieben sind uns diese Talks und Projekte:
The Mill zeigte, wie aus einer Idee eine visuelle Welt entstehen kann. Besonders spannend war die Animation mit den Samen und dem Baum – ein Einblick in die Möglichkeiten von Motion Design und 3D.
HFA–Studio überzeugte mit einer vielseitigen Auswahl an Projekten. Ob Getränke, die Berliner Mauer oder eine Krippe: Die Arbeiten zeigten, wie unterschiedlich Gestaltung aussehen kann. Auch die sympathische und unterhaltsame Präsentation blieb in Erinnerung.
Dada Projects gab Einblicke in spannende visuelle Projekte. Besonders interessant war Google DeepMind: Visualising AI – AI for Sustainability, das komplexe Themen visuell zugänglich macht.
Annie Atkins gehörte für viele zu den absoluten Highlights am Forward Festival. Mit viel Humor erzählte sie von ihrer Arbeit als Grafikdesignerin für Filmproduktionen und davon, wie viel Detailarbeit in scheinbar nebensächlichen Requisiten steckt. Besonders erfrischend: Auch Fehler und Probleme gehören zum kreativen Prozess – und können zu überraschenden Lösungen führen.
Jim Stoten begeisterte mit seinem Skizzenbuch und einer ganz eigenen Herangehensweise an Illustration. Seine Präsentation zeigte, wie aus freien Zeichnungen, persönlichen Interessen und spielerischem Experimentieren neue Ideen entstehen. Die Tanzeinlage zum Abschluss sorgte für einen besonders unterhaltsamen Moment.
Erik Kessels präsentierte ungewöhnliche, teilweise ziemlich makabre Ideen und Projekte. Sein Buchprojekt MAN blieb dabei besonders im Gedächtnis. Ein guter Reminder, dass Kreativität manchmal dort beginnt, wo man genauer hinschaut und Dinge anders interpretiert als erwartet.
Auch am zweiten Festivaltag gab es viel mitzunehmen:
JOYH zeigte, wie sich eine starke gestalterische Idee in einem eigenständigen Projekt entfalten kann und wie wichtig es ist, die eigene visuelle Sprache zu entwickeln.
FAKTOR machte auf ein Thema aufmerksam, das für alle wichtig ist, die später kreativ arbeiten möchten: die faire Preisgestaltung. Mit einem praktischen Kostenrechner wurde deutlich, wie wichtig es ist, den eigenen Aufwand realistisch einzuschätzen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die gesamte Kreativbranche.
Thomas Albdorf gab Einblicke in seine künstlerischen und kommerziellen Fotografieprojekte und seinen Arbeitsprozess. Dabei wurde sichtbar, wie unterschiedlich die Grenzen zwischen angewandter und freier Fotografie ausgelotet werden können.
Gabriela Namie erinnerte daran, nicht auf den perfekten Moment zu warten. Gute Ideen entstehen nicht erst dann, wenn alle Bedingungen stimmen. Manchmal muss man einfach anfangen und unterwegs herausfinden, wohin die Reise geht.
Luna Maurer setzte einen etwas anderen Akzent und hatte eine einfache Botschaft im Gepäck: mehr tanzen! Ein Aufruf, den man durchaus auch auf den kreativen Alltag übertragen kann – öfter ausprobieren, weniger zerdenken und sich auf Neues einlassen.
LTX brachte das Thema neue Technologien und KI in die Diskussion. Dabei wurde auch deutlich, dass nicht jedes Tool automatisch eine gute Idee oder ein überzeugendes Ergebnis hervorbringt. Entscheidend bleibt, wie und wofür wir es einsetzen.
Supersense sorgte mit einer humorvollen Präsentation für Abwechslung und zeigte, dass auch der Weg zur fertigen Idee nicht immer geradlinig verläuft.
Studio Herrström stellte einen Ansatz vor, der auch für die eigene Gestaltungspraxis spannend ist: Warum immer mit einem Moodboard beginnen? Eine intensive Recherche kann der bessere Ausgangspunkt sein, um eigene Ideen zu entwickeln, statt sich zu früh von bereits existierenden Bildern leiten zu lassen.
Und Cachetejack bildeten für viele einen weiteren Höhepunkt. Das spanische Illustrationsduo überzeugte am Forward Festival mit farbenfrohen, humorvollen Arbeiten und einer mitreißenden Präsentation. Die wichtigste Botschaft: das machen, was man liebt, weiterarbeiten und dem eigenen Weg vertrauen.
Was bleibt, sind zwei Tage voller neuer Eindrücke, viele Notizen und jede Menge Gesprächsstoff. Vor allem aber die Erinnerung daran, wie vielfältig kreative Arbeit sein kann. Denn Inspiration ist ein guter Anfang – entscheidend ist, was man daraus macht.
Turn ideas into action. Eine gute Idee ist schließlich erst der Anfang.
Beteiligte Klassen: 34aKGK
Beteiligte Schüler:innen: 30
Beteiligte Lehrende: Maria Lechner, Andreas Pawlik
Anmerkungen: Fotocredits: Fieda Polman